| ◀ Patan | Siehe auch Varanasi, Narayangarh | Swayambhu und Bauddha ▶ |
Pashupatinath पशुपतिनाथ (Nepal) | ||
Leider darf ich nur mit dem Tele-Objektiv rein ☹
Der Shiva-Tempel von Pashupatinath
natürlich bin ich immer noch im Kathmandu-
In der näheren Umgebung von Kathmandu finden sich einige interessante Tempel, darunter auch der bedeutendste Shiva-
Eine Beschreibung des eigentlichen Tempels kann ich Dir leider nicht geben: Obwohl man für den Komplex Eintritt bezahlen muß, ist nämlich am Tempeltor Schluß mit der Besichtigung, da nur Hindus als Besucher zugelassen sind. Mit seinem zweistufigen goldenen Dach ist er aber auch von außen recht sehenswert.
Ein abgebrannter Scheiterhaufen
Die Reihe der Verbrennungsghats am Bagmati-Ufer
Einen bleibenderen Eindruck hinterläßt aber der Weg zum Tempel entlang der Ghats. Unter einem Ghat versteht man grundsätzlich Stufen, die zum Wasser führen. In diesem Fall sind es Verbrennungs-
Der Gorakhnath Mandir
Viele kleine Shiva-Tempel
Am gegenüberliegenden Ufer der Bagmati erhebt sich ein Hügel, vom dem aus man einen schönen Blick auf den Tempel und Ghats hat; wandert man weiter hinauf, so kommt man zu einer dichten Ansammlung kleiner Shiva-
Auf der Spitze des Hügels steht der Gorakhnath-
Zurück in Kathmandu: Seit Tagen ist es unübersehbar, daß etwas Großes kommt. An allen möglichen Plätzen wird geputzt und dekoriert, und vor dem großen Akash-Bhairabnath-
Blumenfigur am Akash Bhairabnath Mandir
Kultbild im Annapurna Mandir (Asan Tole)
Eigentlich geht es darum, am Ende der Regenzeit dem Donnergott Indra für den flüssigen Segen zu danken; angesichts des reichlich chaotischen Wetters, das sich nicht mehr an die überkommene Tradition halten will, will der Sinn allerdings nicht ganz einleuchten. Immerhin hatte ich mitten in der nominalen Monsunzeit in Janakpur eine heiße und trockene Witterung zu erdulden, und jetzt gibt es dafür täglichen Regenfall außerhalb der Zeit. Aber davon lassen sich die Nepalesen die Festtagslaune definitv nicht verderben.
Gegen Abend sammeln sich die Massen auf den Straßen, und die Tore vieler sonst verschlossener Tempel öffnen sich und erlauben einen Blick auf das liebevoll geschmückte und effektiv beleuchtete Götterbild im Inneren. Viele Passanten holen sich beim Brahmanen ihren Segen, ehe sie weiter zum Zentrum der Festivität eilen: Dem Darbar Square.
… im Schatten der Tempel (hier der Kakeshwar Mandir)
Kultbild des Seto Bhairab (Weißer Bhairab)
Abends am Durbar Square sammeln sich die Massen …
Dort sind alle Tempel festlich beleuchtet, und die Kumari Devi verläßt ihren Palast, um sich auf einer Sänfte durch die Stadt tragen zu lassen — Du erinnerst Dich, die Berührung des Bodens ist ihr ja bei Strafe des Verlusts ihrer Göttlichkeit verboten. Leider hatte ich nicht die notwendige Geduld, mich stundenlang wartend an den Straßenrand zu stellen, um einen Blick auf die Lebende Göttin zu erhaschen, und so habe ich sie verpaßt. Egal, die Musik und die Tänze vor dem Palasteingang können durchaus entschädigen.
An einer Front des Palastes befindet sich ein eng vergittertes Fenster, hinter dem ich bei meinem letzten Besuch nur mühsam das große Gesicht des Seto Bhairab ausmachen konnte. Heute, und nur heute, steht es offen; und alles, was in Kathmandu eine Kamera hat, drängt sich davor und schießt Erinnerungsbilder. Natürlich reihe ich mich in die Massen ein und versuche auch mein Glück, während zahlreiche Newar-Männer vor dem Gesicht stehen und versuchen, den Wein, der in unregelmäßigen Abständen aus einem Rohr im Mund des Gottes sprudelt, aufzufangen und zu trinken.
Zuletzt setze ich mich auf die Stufen zum Jagannath-Tempel und lasse den Abend stimmungsvoll ausklingen, während sich eine junge Newar-Frau mit mir unterhält und einige torkelnde Betrunkene von ihren Angehörigen dezent fortgeführt werden.
Alu (Kartoffel)
Chana (Kichererbsen)
Angesichts von soviel blühender Newar-Kultur will ich die Gelegenheit nutzen, Dir die Newar-
Wer von all diesen Fleischorgien (naja, zumindest nach südasiatischen Maßstäben) genug hat, dem bleiben auch diverse pikante Gemüse-
Musja Palu (grüne Bohnen)
Achar (Gemüsesalat)
Während der Name Achar in Indien für Pickles, also stark gewürzte, haltbare, in Öl eingelegte Gemüse steht, so bedeutet er in Kathmandu so etwas wie einen Gemüsesalat aus gestiftelten Karotten, Gurken und grünen Bohnen, der mit Curcuma, viel Chili und wie immer extrem dunkel geröstetem Bockshornklee gewürzt wird. Mit „grüne Bohnen“ meine ich hier übrigens nicht Bohnschoten, sondern unreif geerntete Samen, die für Südasien eher untypisch, nicht getrocknet sondern frisch verwendet werden.
Grüne Bohnen tauchen auch noch in einem weiteren Newar-
Da ich Kathmandu jetzt wirklich bald verlassen werde, macht sich langsam Wehmut über die Newar-Küche breit. So etwas Spannendes hatte ich bisher auf meiner ganzen Reise nicht gefunden, und ich hoffe, daß ich auch an den nächsten Stationen noch Kostproben dieser einzigartigen Kochtradition bekommen kann — das Newar-Siedlungsgebiet zieht sich ja noch ein schönes Stück nach Westen, auch wenn das Kathmandu-
◀ Patan Swayambhu und Bauddha ▶


